Bildungspolitische Schwerpunkte für das Verbandsjahr 2017/18

Die ZKM engagiert sich für die Mittelstufe des Kantons Zürich

Frühenglisch, neuer Berufsauftrag, Integration, Fokus starke Lernbeziehung, Religionen und Kulturen, Medien und Informatik, neue deutsche Rechtschreibung, neues Zeugnis, Lernlupe, überfachliche Kompetenzen, Handarbeit textil und nicht textil, Französisch in der 5. Klasse, PISA, Sexualkunde, Lehrmittelerneuerungen, Nachqualifikationen für einzelne Fächer Lehrplan 21, und und und...

Allein die Veränderungen der letzten zehn Jahre in der Volksschule des Kantons Zürich und im speziellen auf der Mittelstufe scheinen kein Ende zu nehmen. Da wundert es nicht, dass viele ursprünglich engagierte Lehrpersonen vorzeitig den Hut nehmen.

Die ZKM setzt sich dafür ein, dass die Belastung der Lehrpersonen auf der Mittelstufe nicht noch mehr zunehmen. Dabei konzentrieren wir uns auf drei Schwerpunkte.

Fremdsprachenunterricht

Wir erwarten von der Politik, dass nach der gescheiterten Fremdspracheninitiative nun die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Fremdsprachenunterricht gelegt werden. Isolierte Lektionen in einer Fremdsprache sind nicht erfolgsversprechend. Der Unterricht in Halbklassen muss ausgebaut werden.

Belastung auf der Mittelstufe

Der neue Berufsauftrag muss in seiner Umsetzung genau betrachtet werden. Aus unserer Sicht geht es nicht an, dass nur rund 15% der gesamten Arbeitszeit erfasst werden. Dieses Vorgehen ist eine Farce und dient dem ursprünglichen Ziel der Entlastung der Lehrpersonen nicht. Der Lehrplan 21 bringt unter anderem auch das neue Fach Medien und Informatik. Weder stehen genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung, noch werden die Lehrmittel termingerecht fertiggestellt werden. Den Lehrpersonen der Mittelstufe sollen nicht noch mehr Aufgaben aufgehalst werden!
Die Schülerinnen und Schülern brauchen auch Zeit für Musse.

Integration

Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Bildung. Davon sind wir überzeugt. Politik und Gesellschaft verlangen, dass alle Kinder die Regelklassen besuchen können. Damit Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen dieses Recht zuteil wird, braucht es die nötigen Mittel. Dafür setzen wir uns ein.